Apps zum Meditieren – welche App passt zu mir?

Den Blogbeitrag findest du auch im Podcast zum Hören: 
Apple PodcastsSpotifyStitcher

Hier gibt’s den RSS Feed zur Anbindung.

In diesem Artikel stelle ich euch 4 Apps zum Meditieren vor. Die Anwendungen sind sowohl für Android Smartphones als auch für Apple Geräte verfügbar. Diese Tools sind durchaus eine Möglichkeit, um unsere Meditationspraxis zuhause zu unterstützen und können als hilfreiche Ergänzung für das Üben in einer Gruppe dienen.

Mittlerweile gibt es schon eine große Anzahl an Apps, die zum Teil ein umfangreiches Programm mit angeleiteten Meditationen, bekannten Meditationsleiter*innen und unterstützenden Erklärungen anbieten. Die Vielfalt an möglichen Meditations- und Achtsamkeitsübungen und Interpretationen der Praxis spiegelt sich auch in der Umsetzung der Apps wider. Vielleicht hast du schon deinen persönlichen Zugang zu Meditation gefunden oder du möchtest gerne verschiedene Techniken und Herangehensweisen kennenlernen? Die folgenden vier Apps wählen sehr unterschiedliche Wege, Meditationen anzuleiten bzw. gehen auch darüber hinaus und bieten Techniken und Trainings, die für mehr Gesundheit und Wohlbefinden sorgen sollen.

1. Ten Percent Happier

Die Ten Percent Happier App soll, wie der Name schon andeutet, dabei unterstützen, ein glücklicheres und gesünderes Leben zu führen und bietet Inhalte zu Meditation, Coaching und Entspannung. Die App wurde von dem ABC News Moderator Dan Harris gegründet, der nach einer Panikattacke während einer TV-Sendung, Meditation für sich entdeckte und seine Erfahrungen in einem Buch veröffentlichte mit dem Titel „10% Happier: How I Tamed the Voice in My Head, Reduced Stress Without Losing My Edge, and Found Self-Help That Actually Works – A True Story“.

screenshot apps zum meditieren ten percent happier (the mindful salon)
Screenshot: App “Ten Percent Happier”

In der App gibt es bereits über 500 verschiedene angeleitete Meditationen, Mentalübungen und kurze Talks, die alle bestimmten Themen zugeordnet sind. Das Angebot ist wirklich umfangreich und vielfältig und ist teilweise als aufbauende Courses oder als Singles, also Einzelangebote konzipiert. Unter anderem sollen die Videos und Audioangebote dabei helfen, Stress zu reduzieren, Beziehungen zu verbessern, glücklicher zu sein und Konzentration und Fokus zu erhöhen.

Du triffst hier auf bekannte Lehrer*innen wie Joseph Goldstein und Sharon Salzberg. Ein eigener Bereich widmet sich nur dem Thema Sleep und bietet dazu angeleitete Entspannungsübungen. Ein besonderes Feature ist der Meditation Coach. Hier kannst du dich direkt mit Meditationsleiter*innen verbinden und eine Chat-Konversation führen.

Für wen ist die App geeignet:

  • Wenn du Anleitungen und Gespräche auf Englisch gut verstehst
  • Wenn du gerade beginnst, dich mit Meditation zu beschäftigen
  • Wenn du gerne Inspirationen und Tipps für ein glücklicheres und stressfreieres Leben bekommst
  • Wenn du Übungen zum Stressabbau und zur Entspannung suchst
  • Wenn du Unterstützung beim Einschlafen suchst

Sprache: Englisch

Preis: in der Gratis-Version sind nur ein paar Basic-Meditationen freigeschaltet, die Vollversion kostet US $ 14,99 pro Monat oder US $ 99,99 pro Jahr

Download: Android | iOS

2. Waking Up

Die App Waking Up wurde von Sam Harris gegründet (nicht verwandt mit Dan Harris). Auch dazu gibt es das passende Buch: „Waking Up: A Guide to Spirituality Without Religion”. Sam Harris ist Neurowissenschaftler, Philosoph und hat einige Bestseller verfasst.

Meditation wird in dieser App nicht nur als ein weiteres Tool gesehen, um Stress abzubauen oder sich besser zu fühlen. Es geht hier viel mehr darum, den Geist zu erforschen, fundamentale Einsichten zu gewinnen und sich mit grundlegenden Fragen der menschlichen Existenz auseinanderzusetzen.

screenshot apps zum meditieren waking up (the mindful salon)
Screenshot: App “Waking Up”

Die App gliedert sich in Theory, Practice, Groups und Timer. Unter Theory finden sich Lektionen zu verschiedenen Fragestellungen rund um Meditation, Bewusstseinsforschung, Denken etc. Außerdem gibt es spannende Interviews mit renommierten Meditationsleiter*innen wie Jack Kornfield, Stephen Batchelor, Loch Kelly, Diana Winston etc. Die Inhalte werden laufend erweitert.

Im Bereich Practice findest du schließlich die angeleiteten Meditationen. Zu Beginn solltest du hier den 50-tägigen Introductory Course machen, der dich langsam aufbauend mit der Meditationstechnik, die Sam Harris anwendet und lehrt, vertraut macht. Außerdem gibt es jeden Tag eine neue Daily Meditation und weitere Kurse zu Metta (loving-kindness), Meditation For Children und Effortless Mindfulness by Loch Kelly.

Die Groups sind ein nettes Feature, wo du mit anderen Abonnent*innen virtuelle Meditationsgruppen gründen kannst. Der Timer ist eine Meditationsstoppuhr mit der Möglichkeit, Intervalle einzustellen.

Als Abonnentin kann ich momentan einen Gratis Monat teilen. Dafür kannst unter diesen Link die App downloaden.

Für wen ist die App geeignet:

  • Wenn du Anleitungen und Gespräche auf Englisch gut verstehst
  • Wenn du schon erste Erfahrungen mit Meditation oder Einsichten in andere Bewusstseinszustände hattest
  • Wenn du tief in Meditation eintauchen möchtest
  • Wenn du an wissenschaftlichem Diskurs zu Bewusstsein interessiert bist
  • Wenn dich philosophische Auseinandersetzungen begeistern

Sprache: Englisch

Preis: 1. Monat gratis mit folgendem Link dann US $ 14,99 pro Monat oder US $ 99,99 pro Jahr

Download: Android | iOS

3. Headspace

Die App Headspace ist eine sehr spielerisch anmutende App mit bunten Illustrationen und ist auch auf Deutsch verfügbar. In der Anwendung vermischen sich Meditationen mit Mentaltrainings und Entspannungsübungen. Die Angebote sind bestimmten Themen zugeordnet wie Persönliche Entwicklung, Arbeit & Produktivität, Gesundheit, Studenten etc. In dieser App geht es darum, den Geist zu trainieren, um ein glücklicheres und gesünderes Leben zu führen.

screenshot apps zum meditieren headspace (the mindful salon)
Screenshot: App “Headspace”

Die Trainings sind in Kursen aufgebaut oder als Einzelangebote thematisch gegliedert. Die App bietet für Anfänger*innen verschiedene Grundlagenkurse mit Erklärungen und Übungen. Auch in dieser App wird Schlaf als eigener Bereich angeboten. Es gibt tägliche Meditationen sowie eine Statistik deiner abgeschlossenen Übungen und der gesammelten Minuten an Meditation. In der Statistik kannst du auch deine Buddies, also befreundete Abonnent*innen der App anzeigen lassen. Ein weiteres Feature, das ich sehr nett finde, sind die Momente der Achtsamkeit, wo du kurze Textreminder als Benachrichtigungen auf dein Smartphone bekommst.

Für wen ist die App geeignet:

  • Wenn du Anleitungen und Übungen auf Deutsch suchst
  • Wenn du gerade beginnst, dich mit Meditation zu beschäftigen und einen einfachen, leicht zugänglichen Weg suchst
  • Wenn dir ein buntes und spielerisches Design zusagt und wenn du eher Illustrationen als Videos mit Menschen bevorzugst
  • Wenn du gerne Inspirationen und Tipps für ein glücklicheres und stressfreieres Leben bekommst

Sprachen: Englisch, Deutsch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch

Preis: In der Gratis-Version sind nur ein paar Inhalte freigeschaltet, die Vollversion kostet US $ 12,99 pro Monat oder US $ 57,99 pro Jahr nach einem kostenlosen 14-tägigen Testlauf

Download: Android | iOS

4. Calm

Calm ist laut eigenen Angaben die Nr. 1 unter den Apps für Schlaf, Meditation und Entspannung. Wie der Name schon andeutet, liegt ein Schwerpunkt in dieser App auf Ruhe und Erholung. Das gesamte Look and Feel der App sowie viele der angebotenen Inhalte sind darauf ausgerichtet, eine entspannende Wirkung zu erzielen. So gibt es zum Beispiel verschiedene bewegte und vertonte Stimmungsbilder, die immer im Hintergrund der App aktiv sind. Du findest hier auch eine Bibliothek an Schlafgeschichten, beruhigende Musik für Fokus, Entspannung und Schlaf sowie Atemübungen mithilfe einer bewegten Grafik.

Auch bei der Erreichung von anderen persönlichen Zielen möchte die Anwendung unterstützen. Wenn du Calm zum ersten Mal startest, wirst du gleich aufgefordert, eine Auswahl aus folgenden Vorhaben zu treffen: Ängste reduzieren, Glücklichsein erhöhen, Dankbarkeit entwickeln, Leistung verbessern, Selbstwertgefühl aufbauen, besser schlafen, Stress abbauen. Erst danach kommt die Frage, ob man an Meditation interessiert ist. Aufgrund der Angaben werden dir dann passende Kurse empfohlen zB ein 30-tägiges Meditationsprogramm für Beginnende oder 7 Tage des Glücks.

screenshot apps zum meditieren calm (the mindful salon)
Screenshot: App “Calm”

Die englische Version ist deutlich umfangreicher als die deutsche Variante. Hier findest du neben den Hauptbereichen Sleep, Meditate und Music auch die Calm Masterclass, das sind Kurse die von bekannten Expert*innen unterrichtet werden; Calm Kids mit Inhalten speziell für Kinder sowie Calm Body mit sanften Körperübungen per Video oder Audio. Die meisten Meditationen und Übungen werden von Tamara Levitt geleitet, der Head of Mindfulness von Calm. Einige Angebote werden von Gastlehrer*innen wie Tara Brach, Jeff Warren oder auch LeBron James vorgestellt.

Für wen ist die App geeignet:

  • Wenn du Anleitungen und Übungen auf Deutsch suchst
  • Wenn du hauptsächlich Ruhe und Entspannung erreichen möchtest
  • Wenn du gerne Hörbücher und Musik auf deinem Handy hörst
  • Wenn du auf kurzweilige und einfache Weise in verschiedene Themen der persönlichen Weiterentwicklung reinschnuppern möchtest

Sprachen: Englisch, Deutsch, Spanisch, Französisch, Koreanisch, Portugiesisch

Preis: In der Gratis-Version sind nur ein paar Inhalte freigeschaltet, die Vollversion kostet € 38,99 pro Jahr nach einem kostenlosen 7-tägigen Testlauf

Download: Android | iOS

Fazit

Die Apps sind sowohl im Design als auch in den Inhalten sehr unterschiedlich aufgebaut und gestaltet. Deine persönlichen Vorlieben und dein Zugang zu Meditation haben daher einen Einfluss darauf, welche Anwendung dir wirklich zusagt und dich am besten unterstützt. Da die meisten Apps einen gratis Testzeitraum zur Verfügung stellen, lohnt es sich auf jeden Fall dich etwas durchzuprobieren. Die Anwendungen können dich bei deiner Meditationspraxis und auch bei anderen Themen der persönlichen Weiterentwicklung unterstützen, sie bieten jedoch meist nur eine One-Way Communication. Ich würde dir daher empfehlen, sie nur als Ergänzung zu sehen und zusätzlich auch den echten Austausch mit anderen Meditierenden und Meditationsleiter*innen oder Coaches heranzuziehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.